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Ursprung und Herkunft des Kaffees:
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Die Herkunft
des Kaffeebaums |
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I m Hochland von Äthiopien
(Abessinien), in den Bergwäldern des alten Königreichs Kaffa, liegt
die Urheimat des Kaffeebaums. Dort wurden die grünen Bohnen zuerst
von Nomadenstämmen gekaut. Circa ab dem 9. Jahrhundert, vielleicht
auch schon etwas früher, gewann man aus den Früchten dieser
wildwachsenden Pflanze ein Getränk. |
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G ut möglich, dass anfangs der gegorene
Saft der Kaffeekirschen mit Wasser verdünnt getrunken wurde. Erst
später entdeckte man, dass die zerstossenen Beeren viel ergiebiger
zubereitet werden konnten und ungleich mehr Aroma hervorbrachten. |
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D er berühmte persische Arzt und
Philosoph Ibn Sina (Avicenna) soll die Wirkung des Koffeins als
hervorragend stimulierendes Pharmakon schon 1015 erkannt und die
Kaffeebohne als Heilmittel verwendet haben. |
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I m 11. Jahrhundert pflanzten die Araber
bereits Kaffee auf den künstlich bewässerten Küstenhängen des
Roten Meeres. Im Jemen wurde die Kaffeebohne zum ersten Mal auf
Steinplatten geröstet. Die Hafenstadt Mokka stand später Pate für
den starken arabischen Mokka. |
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D as Wort "Kaffee" leitet sich
hingegen nicht von der Provinz Kaffa ab, sondern vom altarabischen qahwah.
Ursprünglich war damit der Wein gemeint, der den gläubigen Moslems
verboten ist. Die Türken nannten ihn kahweh. Wegen der
anregenden Wirkung des Kaffees wurde dieser nun anstelle des
vergorenen Traubensafts zum "Wein des Islam". |
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A lle Legenden um die magischen Kräfte
der roten Beeren haben einen wahren Kern: Der Islam betrachtete den
Kaffee von Anfang an als Droge. Zunächst wurde der rabenschwarze
Trank aus den gebrannten Kaffeebohnen bei den Gebetsstunden in den
Moscheen getrunken. Für die Pilger, die zur heiligen Kaaba nach Mekka
kamen, wurden im 15. Jahrhundert die ersten Kaffeeschenken
eingerichtet, die sich Schulen der Weisheit nannten. Bald jedoch
nahmen diese Kaffeehöhlen an den heiligen Stätten des Islam in Mekka
und Medina überhand. Die Männer spielten dort Schach und Backgammon,
rauchten unentwegt und führten lose Reden. Das erregte das Missfallen
der Mullahs. Der "Teufelstrank" wurde von den
Schriftgelehrten des Koran verboten, die "Kaffeehöhlen" geschlossen. |
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D och auch die Priester mussten bald
einsehen, dass der Kaffee schon zu viele Anhänger unter den Moslems
gefunden hatte. Selbst der Sultan von Kairo war ihm offenkundig
verfallen, und er hob das Verbot auf. Weiter waren die Kaffeehäuser
bald eine lukrative Steuereinnahmequelle. |
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D ie Türken übernahmen nicht nur die
Lehre des Propheten von den Arabern, sondern auch ihr liebstes
Getränk: 1554 wurde in Konstantinopel das erste wirklich prächtige,
mit Teppichen und Bildern geschmückte Kaffeehaus eröffnet, bald
darauf auch eines im syrischen Damaskus. Erst die Türken machten aus
der Zubereitung des Gebräus aus gerösteten Bohnen eine grosse Kunst. |
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Die ersten Kontakte des Westens mit
dem Getränk: |
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R eisende aus dem Westen erschien das
bitter schmeckende Heissgetränk zunächst noch als Kuriosum. Dem
Augsburger Stadtphysikus Leonahard Rauwolf verdanken wir den ersten
Augenzeugenbericht. In seinem 1582 veröffentlichten Buch "Reise
in die Morgenländer" berichtet Rauwolf über die Trinksitten der
Araber: "Unter anderen habens ein gut getränck, welliches sie
hoch halten, Chaube von jenen genennet: das ist gar nahe wie Dinten so
schwarz und in gebresten sonderlich des magens gar dienstlich. Dieses
pflegens am Morgen frü, auch an offnen orten .. . zu trinken,
aus irdenen und Porcellanischen tiefen Schälein, so warm, alß seis
könden erleiden... Zu dem wasser nemen sie Frücht bunu, die außer
Größe und farb schier wie die Lorbeer anzusehen..... Dieses trank
ist bey ihnen sehr gemain..." |
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D ie Araber machten den Kaffeeanbau zum Staatsgeheimnis
und wachten streng darüber. Sie verboten jede
Ausfuhr keimfähiger Kaffeebohnen. Dennoch brachten reisende Händler
und Kaufleute sie schon 1615 mit nach Venedig, dem Zentrum des
damaligen Orienthandels. Auf dem Markusplatz wurde 1640 das erste
Kaffeehaus Europas eröffnet. Selbst Papst Clemens VIII., den
christliche Fanatiker aufforderten, den heidnischen Teufelstrank zu
ächten, überzeugte sich lieber persönlich. Man brachte ihm eine
Tasse duftend heissen Kaffee. Er trank ihn und sprach: "Dieser
Trank ist so köstlich, dass es eine Sünde wäre, diesen nur den Ungläubigen zu überlassen. Wir wollen den Satan bezwingen, indem wir
den Trank taufen, um ihn so zu einem wahren Christengetränk zu
machen". Der Siegeszug der braunen Kaffee Bohnen begann und zog
nach und nach über ganz Europa. |
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